Strumpfband - Geschichte und Bräuche

Ein blaues Strumpfband fehlt auf keiner Hochzeit

Ein blaues Strumpfband

Strumpfbänder für die Braut haben heute nur noch eine traditionelle Funktion. Viele schöne Bräuche ranken sich rund um das Strumpfband und haben es zu einem wichtigen Braut Accessoire gemacht. Kaum eine Braut möchte auf dieses Accessoire verzichten und wählt ihr Strumpfband liebevoll aus.

Ursprünglich waren Strumpfbänder dazu gedacht, die Strümpfe der Braut an Ort und Stelle zu halten. Für festliche Gelegenheiten wie die Hochzeit waren die Strumpfbänder schon immer aus feiner Spitze und besonders hübsch verziert. Mit dem Aufkommen von Strumpfhosen und halterlosen Strümpfen wurden die Strumpfbänder eigentlich überflüssig. Doch das Strumpfband macht ein Frauenbein für die Männerwelt interessanter, sodass die meisten Bräute nicht darauf verzichten wollen. In England und später auch in Deutschland war das Strumpfband eine wunderbare Gelegenheit, die Farbe Blau unterzubringen. Blau steht hier symbolisch für Treue, Reinheit und Beständigkeit. Das Strumpfband wird gerne als Glücksbringer angesehen und ist häufig Bestandteil beliebter Hochzeitsspiele und -bräuche.

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Zarte Gebilde aus Spitze

Die meisten angebotenen Strumpfbänder sind aus feinem Tüll und Spitze. Ein sehr dehnbares Gummiband sorgt dafür, dass das Strumpfband jeder Braut passt. Als Verzierung finden sich häufig kleine Satinbänder und -schleifen. Kleine Blüten oder Strasssteine werden ebenfalls gerne zur Verzierung von Strumpfbändern genutzt. Meist ist dieses Accessoire Weiß und mit etwas Blauem verziert. Allerdings gibt es auch Bräute, die sich für ein schwarzes oder rotes Modell entscheiden. Die Braut darf ganz nach dem eigenen Geschmack entscheiden, ob das Strumpfband links oder rechts getragen wird. Ein schönes Strumpfband wird auch gerne von der Trauzeugin oder der Brautjungfer an die Braut verschenkt.

Hochzeitsbräuche rund um das Strumpfband

Das Strumpfband wird bei einem beliebten Spiel geworfen. Es ist sozusagen das Pendant zum Brautstrauß für die ledigen Damen. Bei diesem Spiel müssen sich alle Junggesellen nach Kräften anstrengen, um das Strumpfband zu fangen. Der Bräutigam übernimmt die Rolle des Werfers.

Ein anderer Brauch sorgt dafür, dass das Strumpfband versteigert wird. Das gesammelte Geld kommt der Reisekasse für die Flitterwochen zugute. Hierbei gibt es einige Variationen, bei denen die anwesenden Herren das Strumpfband und den Rock des Brautkleides mit ihrem Gebot immer höher rutschen lassen und die anwesenden Damen es mit ihrem Gegengebot wieder nach unten befördern. So soll verhindert werden, dass die Braut zu viel Bein zeigen muss.

Für den Bräutigam gibt es auch ein lustiges Spiel, welches mit dem Strumpfband zusammenhängt. Er muss, zur Belustigung der Gäste, seiner Braut das Strumpfband ausziehen. Dies darf er allerdings nur ohne seine Hände bewerkstelligen. Die Zähne sind das Einzige, was zum Einsatz kommen darf. Dieses Spiel wird gerne zu vorgerückter Stunde gespielt.

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